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Napoleon in der Karikatur

Sonderausstellung vom 29. April bis 1. August 2021

Am 5. Mai 2021 jährt sich der 200. Todestag von Napoleon Bonaparte. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg nimmt dieses Jubiläum europäischer Dimension zum Anlass, in einer Sonderausstellung 30 Karikaturen des französischen Kaisers aus der eigenen Sammlung zu zeigen.

In der Geschichte der Bildsatire ist Napoleon Bonaparte die erste Figur von europäischem Format.  Viele Motive der ausgestellten Blätter sind noch heute aus Illustrationen in Geschichts- oder sogar Schulbüchern bekannt. Zudem wird die Schau durch ausgewählte Nachdrucke französischer Propagandagemälde ergänzt.

Von 1806 bis 1812 kam der durch 20.000 Soldaten besetzten Garnison Magdeburg eine wesentliche Funktion zur Verteidigung der Elbgrenze des französischen Reichs zu und stand somit in der Aufmerksamkeit des europäischen Publikums. Um die Zeit der napoleonischen Kriege unmittelbar erlebbar zu machen, werden zwei der Forschung bisher unbekannte Tagebücher von Zeitzeugen ausgestellt, transkribiert und erstmals publiziert.

Triumph des Jahres 1813

/// Triumph des Jahres 1813

Der verheerende Glücks-Pilz

/// Der verheerende Glücks-Pilz

Sie haben alles gethan was ich an Ihrer Stelle hätte thun können.

/// Sie haben alles gethan was ich an Ihrer Stelle hätte thun können.

Commencement du Finale

/// Commencement du Finale

Gerade heute, in der Zeit eines erneut aufkeimenden Disputs um Meinungs- und Pressefreiheit und deren Strafbarkeit haben Karikaturen als Ausdruck einer völlig neuen Form der Meinungsäußerung eine hohe aktuelle Brisanz. Einerseits war deren Verbreitung aus Sicht der Regierungskreise durchaus erwünscht, solange sich Spott und Hohn allein auf die Gegner bezogen, andererseits aber auch deren Konsequenzen gefürchtet. Schnell wurde die Frage gestellt, welche Auswirkungen es haben werde, wenn der eigene Monarch in das Zentrum der Zielscheibe von Karikaturisten würde. Bald rückten die Karikaturen in den Focus der Aufmerksamkeit der Zensoren. Heute sehen sich Karikaturisten von anderer Seite her bedroht.

Daher ergeben sich die Fragen an die Exponate fast automatisch: Was war das Zielpublikum der Karikaturisten, und was war der zu erreichende Zweck? Welche Bildmittel wurden gewählt? Und worin bestehen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur heutigen Herrschafts- und Regierungskritik?