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„Magdeburg lebt!“ – Kriegsende und
Neubeginn 1945-1949 nimmt im Anschluss an die Ausstellung „UNERWÜNSCHT
– VERFOLGT – ERMORDET. Ausgrenzung und Terror während
der nationalsozialistischen Diktatur in Magdeburg 1933 – 1945“
(2008/2009) jene Übergangszeit am Ende des Zweiten Weltkriegs und
in den ersten Nachkriegsjahren in den Blick, als unter den Bedingungen
zunächst wechselnder Besatzungsmächte, ab 1. Juli 1945 unter
der sowjetischen Militärregierung, in Magdeburg handlungsfähige
Eliten mit unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen aufeinander trafen,
die sich auch in der lokalen Parteienlandschaft widerspiegelten.
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Das illustrierte Flugblatt der Frühen
Neuzeit Das illustrierte Flugblatt verbindet Text und Bild
und ist die bedeutendste Form frühneuzeitlicher Bildpublizistik.
Es diente als Mittel der Propaganda in den politischen und konfessionellen
Auseinandersetzungen der Zeit, informierte über außergewöhnliche
Ereignisse, steuerte Moralvorstellungen, bot seinen Lesern Trost und religiöse
Orientierung oder warb für Produkte und Schaustellungen des fahrenden
Volks. Mit meist konventionellen graphischen und sprachlichen Mitteln
wurden Probleme der Zeit behandelt. Die Graphik war der Blickfang und
gab auch dem Analphabeten Hilfe zum Verständnis des Blattes. Die
volkssprachigen Texte wandten sich an den „Gemeinen Mann“,
ohne das gelehrte Publikum auszuschließen, das auch exklusiv angesprochen
werden konnte, wenn der Text in lateinischer Sprache verfasst war. Gemeinsam
ist illustrierten Flugblättern aus dem Zeitraum von 1550 bis 1650,
dass sie sehr schnell eine publizistische Antwort auf Ereignisse ermöglichten.
Dabei waren die Drucke relativ erschwinglich und trugen mit ihrer Kombination
von Bild, Text und – im Fall von Liedtexten – Ton ihre Aussagen
in besonders einprägsamer Form vor. Sie waren das Multimedium der
Frühen Neuzeit.
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Die Fayence- und Steingutmanufaktur
Die Ausstellung im Kaiser-Otto-Saal zeigt fast 80 Fayencen
und „englisches Steingut“ aus der Manufaktur Guischard, die
über mehrere Generationen in der Braunehirschstraße im Nordwesten
der Altstadt bestand. Fayencen entstanden aus eisen- und stark kalkhaltigen
Tonsorten, die durch Schlemmen gereinigt, geformt, getrocknet und bei
etwa 900 Grad gebrannt wurden. Anschließend erhielt der rotfarbige„Scherben“
eine Glasur und während des zweiten Brandes die Gebrauchsfähigkeit. |
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Magdeburger Stadtansichten Etwa ein Drittel des Gemäldebestandes an Stadtansichten
wurden
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