 |
Otto der Große und Magdeburg
Magdeburg ist wie kein anderer Ort mit dem Leben und Wirken
Ottos des Großen (912 - 973) verbunden.
Mit all seiner herrschaftlichen Macht förderte er die Stadt, die
sich unter ihm von einem Handelsplatz an der Elbe zu einem führenden
Erzbistum des Reiches entwickelte. Die Ausstellung im Kaiser-Otto-Saal
widmet sich der Bindung Ottos des Großen zu seiner "königlichen
Stadt".
Mit dem Magdeburger Reiter, dem ersten erhaltenen vollplastischen Reiterstandbild
seit der Antike,
dem Wandgemälde von Arthur Kampf und weiteren Preziosen wird die
Erinnerung an Otto I. durch die Jahrhunderte erlebbar. |
|
 |
Die neue Ständige Ausstellung
Magdeburg - Die Geschichte der Stadt
Eröffnung der Kapitel 8 bis 12
Seit dem Jahresende 2011 präsentiert das Kulturhistorische Museum
einen ersten großen Teil der neuen ständigen Ausstellung zur
Stadtgeschichte Magdeburgs vom „Aufbruch ins Industriezeitalter“
ab 1815 über die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und der Zerstörung
Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkrieges, dem Wiederaufbau als „sozialistische
Industriestadt“ bis zur „Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts
im vereinten Deutschland“.
Ein weiteres Drittel wird im Mai eröffnet. Im Mittelpunkt stehen
darin Magdeburgs Rolle in der Reformationszeit als „Herrgotts Kanzlei“,
das umkämpfte Bollwerk des Protestantismus im Dreißigjährigen
Krieg und seine Zerstörung 1631 sowie der langsame Wiederaufstieg
unter brandenburgisch-preußischer Herrschaft als Festungsstadt.
Dabei treffen die Besucher auf „alte Bekannte“: die Skulpturen
der Michelangelo-Gruppe als Beispiel der Renaissancezeit, auf das Stadtmodell
„Magdeburg um 1600“ oder auf das dramatische Historiengemälde
„Die Magdeburger Jungfrauen“, das dem Betrachter die Schrecken
der Katastrophe von 1631 vor Augen führt. Zusätzlich fesseln
neue Exponate die Aufmerksamkeit. Das große Gemälde „Die
Spende des Abendmahls durch Luther und Hus“ erinnert an die reine
Lehre des Evangeliums, Filme erläutern Flugblätter als Mittel
der Propaganda und Kupferstich-Darstellungen veranschaulichen neben neuen
Modellen die militärische Ausrüstung der preußischen Garnison
in Magdeburg.
Sukzessive werden weitere Abschnitte den Überblick über die
Entwicklung Magdeburgs vervollständigen.
Die Ausstellung bietet die Grundlage für publikumsorientierte Angebote,
darunter regelmäßige Führungen zu unterschiedlichen Themen,
Werkstattgespräche, Workshops, Vorträge und die bewährten
Formen des „Museums für Junioren“, des Historischen Spiels
„Megedeborch“ oder der Seniorenakademie. |
|
 |
Eine Barockkrippe aus Tirol
18. Jahrhundert
Herkunft: Schönberg bei Innsbruck, aus dem Besitz des Posthalterhauses
Für
weitere Informationen klicken Sie bitte hier.
Nach mehrjähriger wissenschaftlicher Vorbereitung
im Rahmen einer Diplomarbeit an der Fachhochschule Erfurt wurde die Weihnachtskrippe
aus dem 17./18. Jahrhundert in den Jahren 2010 und 2011 umfassend restauriert.
Das weite Miniaturpanorama mit Kirchen, Palästen, einer Brunnenanlage
und Stallgebäuden, bestehend aus sieben Kulissenteilen, zwei separaten
Häusern und vier Weidenflächen, beherbergt jetzt wieder 62 Figuren
von ca. 8 bis 30 cm Größe,
28 Tiere, Hunde, Schafe, Ochs und Esel.
Es sei ein „treffliches Beispiel für die Weihnachtskrippen,
die im 17. Jahrhundert und vor allem im 18. Jahrhundert in Tirol geschnitzt
und mit unendlicher Liebe zusammengestellt wurden“, schrieb Theodor
Volbehr, der Gründungsdirektor unseres Museums, im begleitenden Museumsheft,
mit dem die Nachbildung des Weihnachtsgeschehens vor über 100 Jahren
dem Besucher erstmals vorgestellt wurde. Die Krippe, so schlussfolgerte
er, war einst gewiss für ein wohlhabendes Bauernhaus vorgesehen,
nicht für eine Kirche oder ein Kloster.
Im Fundus befinden sich zusätzlich die Figuren der heiligen drei
Könige, was der Sitte jener Zeit entsprach, auf solchen Kleinstbühnen
eine Abfolge mehrerer Szenen aus dem Weihnachtsevangelium zu veranschaulichen.
Die Barockkrippe wird künftig als Teil der ständigen Ausstellung
des Museums zu sehen sein. Ihre aufwendige Restaurierung und damit die
Sicherung des wertvollen Bestandes konnte dank der Unterstützung
des Fördervereins der Magdeburger Museen durchgeführt werden.
|
|