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Erzbischof
Wichmann (1152 -1192)
und Magdeburg im Hohen Mittelalter
Ausstellung vom 29. Oktober 1992 bis 21. März 1993
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"Dann färbte
sich der Himmel blutrot..."
Die Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945
Ausstellung vom 15. Januar bis 14. Mai 1995
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Hanse - Städte
- Bünde
Die sächsischen Städte zwischen Elbe und Weser um 1500
Ausstellung vom 28. Mai bis 25. August 1996
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"...gantz
verheeret!"
Magdeburg und der Dreißigjährige Krieg
Ausstellung vom 2. Oktober 1998 bis 31. Januar 1999
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Otto der Grosse
Magdeburg und Europa
Ausstellung vom 27. August bis 2. Dezember 2001
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Otto von Guericke
Die Welt im leeren Raum
Ausstellung vom 6. September 2002 bis 5. Januar 2003 Für
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Picasso Lebensfreude
Lithographie und Keramik
Ausstellung vom 31.1. 2003 bis 30.3. 2003
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Carl Hasenpflug
(1802-1858)
Wahrheit und Vision
Ausstellung vom 21.2.2003 bis 25.5.2003 Für
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HUNDERTWASSER- Architekturausstellung
GEHASST – GEBAUT – GELIEBT
Ausstellung vom 17.10. 2003 – 18.01.2004
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Das germanische Fürstengrab
von Gommern.
Gold für die Ewigkeit
Ausstellung vom 02. April bis 27. Juni 2004
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„Magdeburg 1200 – Mittelalterliche
Metropole, Preußische Festung, Landeshauptstadt“
Die Stadtgeschichte von 805 bis 2005
Ausstellung vom 08. Mai bis 04. September 2005
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Die Gemäldesammlung des Kulturhistorischen
Museums
Der Abschluss eines weiteren wichtigen Umbau- und Sanierungsabschnittes
im Kulturhistorischen Museum macht die vollständige Nutzung der herrlichen
Oberlichtsäle im Ostflügel des Hauses möglich.
Zum Auftakt wurden in diesen Räumen Teile der Gemäldesammlung
des Kaiser Friedrich Museums
(heute Kulturhistorisches Museum) und Werke
der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt. |
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Ausstellungen des Europarates - Plakate
aus 50 Jahren
Der Europarat wurde 1949 gegründet und ist damit die
älteste zwischen- staatliche politische Organisation Europas.
1954 verabschiedete der Rat die Europäische Kulturkonvention, welche
die Grundlage für eine Verständigung zwischen den Kulturen mit
dem Ziel der Versöhnung und der Konfliktverhütung bildet. Als
ein Mittel auf diesem Wege wurde im selben Jahr die erste Ausstellung
des Europarates eröffnet.
Die Ausstellungen sollen in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für
das euro-päische Kulturerbe schaffen. Bisher wurden 27 Ausstellungen
gezeigt, die sich mit den wichtigsten europäischen Kunstrichtungen
und historischen Epochen Europas von der Frühgeschichte bis heute
befassen.
Nach der 27. Ausstellung des Europarates „Otto der Große,
Magdeburg und Europa“ im Jahre 2001 erhielt das Kulturhistorische
Museum Magdeburg gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin
diese Auszeichnung für die Ausstellung „Heiliges Römisches
Reich Deutscher Nation 962-1806“ zum zweiten Mal. |
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Heiliges Römisches Reich
Deutscher Nation 962-1806
Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters
29. Ausstellung des Europarates und Landesausstellung Sachsen-Anhalt
vom 28. August bis 10. Dezember 2006
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100 Jahre Kulturhistorisches
Museum Magdeburg 1906–2006
August bis September 2007
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"Gebrannt, verbrannt,
zurückgebrannt"
Die antike Vasensammlung des Magdeburger Museums
30. März bis 2. Dezember 2007
Ein Kleinod der Magdeburger Sammlungen konnte Jahrzehnte
nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges gerettet werden. Der
gesamte Bestand antiker Vasen war durch kriegsbedingte Auslagerung teilweise
bis zur Unkenntlichkeit durch Brandfolgen beschädigt und nicht mehr
ausstellungsfähig. Auch Forschungszwecken entzogen sich die Frag-mente
und Scherben durch ihren Zustand.
Der großzügigen Hilfsbereitschaft der Winckelmann-Gesellschaft
verdanken wir die weitgehende Wiederherstellung dieser antiken Gefäße.
Die Initiative ihres Präsidenten, Herrn Prof. Dr. Max Kunze, setzte
ein vierjähriges Restaurierungsprojekt in Zusammenarbeit und unter
der Leitung von Dipl.-Restauratorin Frau Priska Schilling in Gang. Durch
die finanzielle Zuwendung des Siemens-Kunstfonds konnten alle 60 Objekte
restauratorisch bearbeitet werden.
Die wissenschaftliche Betreuung der kleinen Sammlung übernahm dankenswerterweise
Frau Dr. Eva Hofstetter-Dolega.
In der Sonderausstellung wurden die restaurierten Keramiken aus der Zeit
von 750 v. Chr. bis zum 3. Jh. zum ersten Mal wieder in Magdeburg ausgestellt,
ergänzt durch graphische Werke des 17.-19. Jahrhunderts der eigenen
Sammlungen mit griechisch-römischer Thematik.
Die selten gezeigten Blätter u. a. von Giovanni Battista Piranesi,
Wilhelm Kobell oder Claude Lorrain wurden aus restauratorischen Gründen
im Wechsel jeweils einige Wochen präsentiert. |
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PLAYMOBIL – Entdecke die
Welt
7. Juli bis 21. Oktober 2007
Nach solchen erfolgreichen Projekten wie „Die
Digedags – größte deutsche Comiclegende“ im Jahr
1997 oder die Ausstellung zur Sendung mit der Maus „MAUS OLEUM“
– zum Jahreswechsel 2000/2001 präsentiert das Museum nunmehr
eine Schau, in der über drei Jahrzehnte der Erfolgsgeschichte dieser
Spielzeugfiguren nachgezeichnet werden. Die Ausstellung ist eine Produktion
des Historischen Museums der Pfalz Speyer mit freundlicher Unterstützung
von Playmobil und kommt zum ersten Mal in ein ostdeutsches Bundesland.
Playmobil ist ein Generationen übergreifendes Phänomen. Seit
1974 entführen die stets lächelnden 7,5 cm großen Figuren
Millionen von Kindern in eine bunte und unbeschwerte Spielwelt. Über
zwei Milliarden Plastikfiguren sind es schon, und es werden täglich
mehr. „Ihr wahrer Wert“, schrieb einer der Kritiker auf der
Suche nach einer Erklärung, „entsteht in der Phantasie der
Kinder“.
Auf über 800 Quadratmetern zeigt die Familienausstellung „PLAYMOBIL
– Entdecke die Welt“ detailreiche Schaulandschaften mit Rittern,
Indianern, Seeräubern, Bauarbeitern sowie Objekten der neuen und
neuesten Serien.
Große Spielwiesen und zahlreiche Begleitveranstaltungen u.a. über
Piraten, Indianer und Ritter oder über die Themen Feuerwehr und Polizei
bzw. Puppenstuben und Traumschlösser luden die jungen wie die jung
gebliebenen Besucher während der Eröffnung und in den nachfolgenden
Wochen in die Playmobil-Welt ein. |
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"Die Seele
möchte fliegen"
Marie Nathusius (1817-1857)
30. November 2007 bis 30. März 2008
Ein Frauenleben zwischen Anpassung und Aufbruch
Marie Nathusius war eine viel gelesene Autorin von Büchern
für junge Mädchen und Frauen. Gemeinsam mit ihrem Mann Philipp
gründete sie 1850 in Neinstedt ein „Knabenrettungs- und Brüderhaus“,
die heutigen Neinstedter Anstalten.
Anlässlich ihres 150. Todestages wird eine Ausstellung die Lebensgeschichte
dieser vielseitig begabten und sozial engagierten Frau veranschaulichen.
Gemälde, Möbel und Gegenstände des Alltagslebens ließen
die Zeit des Biedermeiers wieder lebendig werden.
Schluss und Ausblick der Ausstellung waren dem Vergleich mit anderen selbstbewussten
Frauen zwischen Biedermeier und Vormärz gewidmet, die auf unterschiedlichen
Wegen versuchten, die Fesseln der patriarchalischen Gesellschaft zu überwinden
und Freiräume zu gewinnen.
Zur Ausstellung edierte der Mitteldeutsche Verlag in der Reihe „Magdeburger
Museumsschriften“ eine Begleitpublikation mit wissenschaftlichen
Aufsätzen und zahlreichen Illustrationen. |
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Spektakel der Macht. Rituale im Alten
Europa 800-1800
21. September 2008 – 4. Januar 2009
Krönungen und Kniefälle, Prozessionen und Sitzordnungen, Küsse
und Handschläge – Rituale und symbolische Handlungen sind selbstverständliche
Ereignisse in unserem politischen und gesellschaftlichen Leben. Ob heute
ein Staatspräsident vereidigt, ein Papst gewählt oder ein Frieden
geschlossen wird – Rituale der Macht sind allgegenwärtig und
über die Medien täglich präsent. Vom Mittelalter bis zur
Französischen Revolution hatten sie eine noch ungleich größere
Bedeutung für die Gesellschaft als heute. Spectacula waren sie, weil
sie wie auf einer Bühne vor Zuschauern aufgeführt wurden und
aus dem alltäglichen Handeln feierlich herausgehoben waren. Sie machten
jemanden zum König, zum Bischof, zum Bürgermeister oder Doktor;
sie stifteten ein Bündnis, eine Ehe, einen Frieden; sie nahmen den
einen in eine Gruppe auf und schlossen den anderen aus. Indem Rituale
den Status einzelner Individuen veränderten, bekräftigten sie
umgekehrt zugleich die Ordnung als ganze.
Gemälde, druckgraphische Erzeugnisse sowie kunsthandwerkliche Artefakte
werden ihrem künstlerischen und historischen Stellenwert entsprechend
präsentiert. Die Ausstellung regt dazu an, über Gemeinsamkeiten
und Unterschiede zwischen Ritualen im Alten Europa und in der Moderne
nachzudenken. Es gilt das Bewusstsein dafür zu wecken, dass Rituale
für die Ordnung einer Gesellschaft etwas Fundamentales leisten und
dass politische Macht ohne „Spektakel“ gar nicht auskommt.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Kulturhistorischen Museums und
des Sonderforschungsbereiches 496 an der Universität Münster
und wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Kulturhistorisches Museum – Organisationsbüro
Otto-von-Guericke-Straße 68-73
39104 Magdeburg
Tel. : +49 (0)391/5 35 48-22
Fax: +49 (0) 391/5 35 48-24
info@spektakeldermacht.de
www.spektakeldermacht.de |
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UNERWÜNSCHT – VERFOLGT
– ERMORDET
Ausgrenzung und Terror in Magdeburg während
der nationalsozialistischen Diktatur 1933 - 1945
28. Januar bis 3. August 2008, verlängert bis 29. März 2009
Die Ausstellung widmete sich mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus einem vielerorts
„vergessenen“, in der lokalhistorischen Forschung lange verdrängten
oder vernachlässigten Kapitel deutscher Geschichte.
Sie richtete die Aufmerksamkeit auf jene, die in Magdeburg
während der nationalsozialistischen Diktatur 1933 bis 1945 als „Andersdenkende“,
„Andersartige“ oder als „Gemeinschaftsfremde“
unerwünscht waren, die aus der Gesellschaft ausgestoßen, gedemütigt,
ihrer Menschenwürde beraubt oder politisch verfolgt, die in „Gewahrsam“
genommen, zur Sklavenarbeit gezwungen wurden und in einem der zahllosen
Konzentrationslager umgebracht worden sind.
Magdeburg galt bis 1933 als Hochburg der SPD. Dennoch feierten
Hitlers Anhänger wie in vielen anderen deutschen Städten die
Machtergreifung mit einem gespenstischen Fackelumzug. Die starke sozialdemokratische
Tradition verhinderte auch nicht die SA-Aktion im März 1933 zur „symbolischen
Übernahme“ des Rathauses mit der gewaltsamen Amtsenthebung
des Oberbürgermeisters Ernst Reuter.
In den Jahren der kriegsvorbereitenden Rüstung profitierte die Kommune
vom enormen industriellen Wachstum, die Zustimmung ihrer Bürger zum
NS-System wuchs.
Als während des Krieges in der Nachbarschaft der Wohnsiedlungen Außenlager
des KZ-Systems errichtet wurden und deren Häftlinge bald zum Alltag
gehörten, schien die Veränderung den wenigsten aufzufallen.
Das plötzliche Verschwinden jüdischer Nachbarn oder die nächtliche
Polizeiaktion zur Auflösung des Zigeunerlagers am Holzweg im März
1943 und die Deportation der Männer, Frauen und Kinder nach Auschwitz
nahm die Mehrheit bestenfalls gleichgültig hin.
Im Mittelpunkt der Dokumentation über die Verfolgung stehen neben
den Juden, den Sinti und Roma, den Zeugen Jehovas, den Mitgliedern der
SPD und der KPD sowie den Gewerkschaften auch evangelische und katholische
Geistliche, die kritische Distanz zum Nationalsozialismus hielten, Behinderte
und Kranke, die Opfer von Zwangssterilisation und „Euthanasie“
wurden, Homosexuelle, Zwangsarbeiter sowie KZ-Häftlinge, die der
„Vernichtung durch Arbeit“ ausgesetzt waren.
Die Ausstellung und das Begleitbuch berücksichtigen
neueste Forschungen, unter anderem auch zur Rolle der Gestapo und der
NS-Justiz oder von Teilen der NS-Stadtverwaltung in Magdeburg. Dennoch
können nicht alle Fragen geklärt werden, etwa die Frage nach
dem Umgang mit Kriegsgefangenen, der Verfolgung der Wehrdienstverweigerer,
von Künstlern, Schriftstellern usw., die der weiteren Aufklärung
bedürfen, um eine Weise des Umgangs mit Geschichte zu finden, „die
die elementare Solidarität mit den Generationen Unterdrückter
und Geschlagener [...] aufrechterhält“ (Walter Benjamin). |
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VERFOLGT – VERFEMT – ENTARTET
Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus
27. Januar – 19. April 2009
Im Juli 1937 wurde in München die Ausstellung „Entartete Kunst“
eröffnet. Vorausgegangen waren bereits Jahre der Verfolgung jüdischer,
sozialistischer und kommunistischer Künstler, was im Einzelnen Entlassung,
Berufsverbot, Beschlagnahmung und Vernichtung der Kunstwerke, Vertreibung
und im schlimmsten Fall Ermordung bedeuten konnte. Die als „entartet“
stigmatisierten Künstler waren ausgeschlossen von der Teilhabe am offiziellen
künstlerischen Leben in Deutschland. Auch die Museumsleitung in Magdeburg
wurde 1937 gezwungen, Werke u.a. von Heckel, Nolde, Pechstein, Schmidt-Rottluff,
Kokoschka oder Corinth und Kubin aus der Galerie und den Sammlungen zu entfernen.
Die Ausstellung dokumentiert die verschiedenen Facetten der Unterdrückung:
die teils tragischen Versuche, durch Anpassung weiteren Repressalien zu
entgehen, die Flucht in den Untergrund, die Emigration, die Verzweiflung,
die oft ein Ende im Selbstmord fand und die Zeugnisse von Verhaftung und
Ermordung einzelner Künstler. Die Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus
Berlin sind eine beeindruckende Ergänzung und Erweiterung der Sonderausstellung
zum Terror in Magdeburg zwischen 1933 und 1945.
Die Ausstellung wird unterstützt vom DGB-Landesverband Sachsen-Anhalt
und der Friedrich-Ebert-Stiftung. |
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Welten auf Papier-
Meisterwerke aus der graphischen Sammlung
27. März – 01. Juni 2009
Die Ausstellung zum „Jahr der Graphik 2009“
bietet einen repräsentativen Überblick über die Graphiksammlung
des Museums, das jetzt die Neugestaltung seines Graphischen Kabinetts
abschließen konnte.
Gezeigt werden ca. 100 Drucke aus dem 16.-20. Jahrhundert, von der Frühen
Neuzeit bis in die klassische Moderne. Ausgewählte Zeichnungen ergänzen
die Schau, die Werke erstklassiger Meister, z.B. Albrecht Dürer,
Lucas Cranach, Rembrandt van Rijn, Antonio Canaletto, Francisco de Goya
und Adolf von Menzel vorstellt. Selbstverständlich können auch
Arbeiten bewundert werden von Caspar David Friedrich, Max Liebermann,
Otto Dix, Pablo Picasso und anderen namhaften Künstlern, die einen
aktuellen Bestand von etwa 33 000 Drucken und 7000 Handzeichnungen vertreten.
Vieles davon war der Öffentlichkeit oft seit Jahrzehnten unzugänglich
oder wurde noch nie gezeigt.
Sechs Themengruppen gliedern die Ausstellung: Christliche Ikonographie,
Allegorische Darstellungen, Genreszenen, Kinderbildnisse, Porträts
und Landschaften.
Interessante Veranstaltungen u.a. zur Geschichte der Gattung und der Sammlung
begleiten die Ausstellung. |
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Aufbruch in die Gotik
Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit
Landesausstellung Sachsen-Anhalt
31. August – 6. Dezember 2009
Nach der erfolgreichen Ausstellung „Heiliges Römisches
Reich Deutscher Nation“ im Jahr 2006 nahm das Museumsteam nun das
800. Jubiläum des Magdeburger Domes im Jahr 2009 zum Anlass, die
Zeit des beginnenden 13. Jahrhunderts in einer großen Ausstellung
zu präsentieren. Die Landesausstellung Sachsen-Anhalt stand unter
der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des
Deutschen Bundestages.
In Magdeburg wurde im Jahr 1209 der Grundstein für
den ersten gotischen Dom auf deutschem Boden gelegt. Zum ersten Mal wurde
die neue Bauform der Gotik mit ihren charakteristischen Spitzbögen
für einen Kathedralbau außerhalb Frankreichs verwendet. 800
Jahre nach seiner Grundsteinlegung ist der Dom zu Magdeburg, heute das
bedeutendste Bauwerk Sachsen-Anhalts, ein eindrucksvolles Beispiel für
den Beginn einer neuen Epoche, in der sich die Welt der Menschen grundlegend
veränderte.
Kostbare Leihgaben aus Deutschland, Europa und den USA verwandelten das
Kulturhistorische Museum Magdeburg für die Zeit der Ausstellung in
eine Schatzkammer auf Zeit.
Auf 1000 qm Ausstellungsfläche werden etwa 200 Objekte, darunter
wertvolle Goldschmiedearbeiten, kostbare Handschriften und anmutige Skulpturen
diese Aufbruchzeit des 13. Jahrhunderts thematisiert. Sie vermittelten
den Besuchern ein eindrucksvolles Bild von der Kunst, der Kultur und Geschichte
der späten Stauferzeit.
Als erstes deutsches Prosawerk entstand in dieser Zeit auf dem Gebiet
des heutigen Sachsen-Anhalts das berühmteste Rechtshandbuch des Mittelalters,
der Sachsenspiegel Eike von Repkows.
Von Paris aus eroberte die mehrstimmige Musik das mittelalterliche Europa.
Sowohl in Kirchen als auch auf ritterlichen Tafeln begehrt waren die mit
farbenprächtigem Email verzierten Bronzegeräte, die im französischen
Limoges hergestellt und in großer Zahl europaweit exportiert wurden.
Die Erfindung von Topfhelm und Radsporen revolutionierte die Militärtechnik.
In Magdeburg entstand nicht nur der gotische Dom, der mit seinen großartigen
Skulpturen an den Gründer des Erzbistums, Kaiser Otto den Großen,
erinnert. In der Stadt produzierten Schreibstuben prachtvoll illuminierte
Handschriften, spezialisierte Werkstätten stellten wertvolle Bronze-
und Goldschmiedearbeiten her. Sie belegen in der Ausstellung eindrucksvoll
die Blüte des Magdeburger Erzbistums in der späten Stauferzeit.
Noch bis 2009 fanden erstmals umfangreiche archäologische
Ausgrabungen im Magdeburger Dom statt. Die Funde und die neuen Erkenntnisse
über die Vorgängerbauten der gotischen Kathedralkirche wurden
in der Ausstellung erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Spezialführungen,
Vorträgen und Veranstaltungen begleitete die Ausstellung. Die seit
über 10 Jahren erfolgreiche Museumsstadt „Megedeborch“,
in der Kinder und Jugendliche in den Alltag einer mittelalterlichen Stadt
eintauchen können, öffnete ebenfalls wieder ihre Tore.
www.gotik2009.de |
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Idylle und Wildnis
Landschaftsdarstellungen des 19. Jahrhunderts
aus dem Graphischen Kabinett
26. März - 30. Mai 2010 (verlängert bis 6. Juni 2010)
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Ein
neuer Sarg für Königin Editha –
die neun Wettbewerbsentwürfe
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Künstler-Generationen
13. Mai 2010 bis 19. Juni 2011 Der Magdeburger
Künstler Karl Friedrich (1898-1989) erteilte privaten Zeichenunterricht.
Von 1935 bis 1945 war der in Schönebeck geborene und später
sehr bekannte Maler und Grafiker Werner Tübke einer seiner Schüler.
Jahrzehnte später, im Lehrkörper und als Rektor der Leipziger
Kunsthochschule, war Tübke selbst für die nächste Künstlergeneration
Lehrmeister und künstlerisches Vorbild. Die Magdeburger Maler Michael
Emig und Rudolf Pötzsch und der Leipziger Künstler Ulrich Hachulla
absolvierten ihre Studien u. a. auch bei dem kritischen „Malerfürsten“
an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.
Reiht man die Lebensläufe und Entwicklungen der im Sammlungsbestand
vertretenen Künstler aneinander, so lassen sich anhand der Gemälde
und Skulpturen viele solcher interessanten Lehrer-Schüler-Lehrer
Beziehungen finden.
In der Ausstellung waren Werke dieser Verbindungen zu sehen, mithin ein
Auszug aus der Sammeltätigkeit in der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts.
Die Ausstellung enthielt zirka 90 Arbeiten von 60 Künstlern, darunter
von den Keramikern Hans-Joachim Schirrmeister, Astrid und Gerd Lucke oder
Hedwig Bollhagen (1907-2001) und Gertraud Möhwald, den Malern und
Grafikern Otto Hettner, Heinrich Ehmsen, Hans Jüchser, Hans Grundig,
Adolf Rettelbusch, Bruno Beye, Herbert Stockmann, Max Schwimmer, Carl
Crodel und Wolfgang Mattheuer sowie u.a. von den Bildhauern Fritz Cremer,
Gustav Weidanz und Heinrich Apel.
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Edmund Wodick (1816-1886) –
Ein Magdeburger Maler des späten Biedermeier
29. März – 4. September (verlängert bis 31. Dezember)
Das Kulturhistorische Museum will mit dieser Ausstellung
und dem Katalog über Leben und Werk einen zu Unrecht lange vergessenen
Magdeburger Maler und Grafiker des späten Biedermeier anlässlich
seines 125. Todestages (10. März) wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit
heben.
Wodick war zu seiner Zeit nicht nur ein hierzulande bekannter Porträt-
und Landschaftsmaler, sondern auch ein hochgeschätzter Mitbürger,
der sich zudem für das geistige Leben in seiner Stadt u.a. als Mitglied
und ab 1882 neben Otto Duvigneau als 2. Vorsitzender des Kunstgewerbevereins
zu Magdeburg engagierte.
Schon 1884 forderte die Gemeinschaft in einer als „Denkschrift abgefasste(n)
Petition“ die Einrichtung eines städtischen Museums in Magdeburg.
Diese Initiative führte zunächst zur Bildung der „Commission
für die Vervollständigung der Museumssammlungen und den Bau
eines städtischen Museums“ und 1906 zur Eröffnung des
einzigen Museumsneubaus der Stadt – des heutigen Kulturhistorischen
Museums.
Edmund Wodick wurde in der Nähe von Haldensleben als Sohn eines Dekorationsmalers
geboren. Nach seiner Lehrzeit in einer Magdeburger Steindruckerei studierte
er – unterstützt durch den Magdeburger Buch- und Musikalienhändler
Wilhelm von Heirichshofen – an der Düsseldorfer Malschule bei
Schadow, unternahm ausgedehnte Studienreisen u.a. nach Frankreich, Spanien
und Italien und ließ sich 1846 als Künstler in Magdeburg nieder.
Er war Mitglied der Loge „Ferdinand zur Glückseeligkeit“
und erhielt auch dadurch mannigfache Gelegenheit, sich als Porträtist
ihrer herausragenden Persönlichkeiten auszuzeichnen. |
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