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Gegen Kaiser und Papst - Magdeburg und die Reformation

Sonderausstellung vom 01. September 2017 bis 28. Januar 2018

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Die Ausstellung zeigt Magdeburg als Vorreiter der Reformation und wie die Stadt als Ort des lutherischen Widerstandes berühmt wurde. Auf 450 Quadratmetern sind über 250 Ausstellungsstücke zum Thema Reformation zusammengetragen worden. Originale Kunstwerke, Holzschnitte und Gemälde, alte Drucke und Handschriften, aber auch Waffen und Modelle ziehen den Besucher hinein in die Lebenswelt des 16. Jahrhunderts. Großformatige Bild-Inszenierungen veranschaulichen, wie Luthers Ideen den Alltag der Menschen veränderten. Die Großstadt an der Elbe wurde zum Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen um Glaube, Macht und Gerechtigkeit.

Glaube und Krise

Mit über 30.000 Einwohnern gehörte die Hansestadt zu den größten Städten des Alten Reiches. Die Macht des Landesherrn, des Erzbischofs Albrecht von Brandenburg, begrenzte jedoch das Streben nach städtischer Unabhängigkeit. Zudem übten die Domherren auf dem Gebiet der Domfreiheit im Süden der Stadt eine eigene Gerichtsbarkeit aus. Luthers Protest gegen den Ablasshandel spielte bei diesen Konflikten keine Rolle.

Gemälde Abendmahl mit Luther

/// Gemälde Abendmahl mit Luther

Grafik Belagerung Magdeburgs

/// Grafik Belagerung Magdeburgs

Hellebarden aus dem 16. Jahrhundert

/// Hellebarden aus dem 16. Jahrhundert

Holztafel mit Lutherporträt

/// Holztafel mit Lutherporträt

Schrift Ausschreiben an aller Christen

/// Schrift Ausschreiben an aller Christen

Spottmedaille "Papst und Teufel"

/// Spottmedaille "Papst und Teufel"

Doch seine Forderungen nach der Erneuerung der Kirche trafen den Nerv der Zeit. Im Juni 1524 predigte Luther mehrfach in Magdeburg und die sechs Altstadtgemeinden wählten noch im selben Jahr evangelische Geistliche zu ihren Pfarrern. Damit war Magdeburg als erste Großstadt des Reiches für die Reformation gewonnen.

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