Gegen Kaiser und Papst Header

Gegen Kaiser und Papst

Sonderausstellung vom 01. September 2017
bis 28. Januar 2018

Schrift Ausschreiben an aller Christen

/// Schrift Ausschreiben an aller Christen

Sammlung Numismatik Taler

/// Sammlung Numismatik Taler

Grafik Belagerung Magdeburgs

/// Grafik Belagerung Magdeburgs

Hellebarden aus dem 16. Jahrhundert

/// Hellebarden aus dem 16. Jahrhundert

Spottmedaille "Papst und Teufel"

/// Spottmedaille "Papst und Teufel"

Glaube und Krise

Mit über 30.000 Einwohnern gehörte die Hansestadt zu den größten Städten des Alten Reiches. Die Macht des Landesherrn, des Erzbischofs Albrecht von Brandenburg, begrenzte jedoch das Streben nach städtischer Unabhängigkeit. Zudem übten die Domherren auf dem Gebiet der Domfreiheit im Süden der Stadt eine eigene Gerichtsbarkeit aus. Luthers Protest gegen den Ablasshandel spielte bei diesen Konflikten keine Rolle. Doch seine Forderungen nach der Erneuerung der Kirche trafen den Nerv der Zeit. Im Juni 1524 predigte Luther mehrfach in Magdeburg und die sechs Altstadtgemeinden wählten noch im selben Jahr evangelische Geistliche zu ihren Pfarrern. Damit war Magdeburg als erste Großstadt des Reiches für die Reformation gewonnen.

Im protestantischen Bündnis

Magdeburg gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Schmalkaldischen Bundes, des Beistandspaktes der evangelischen Stände. Nach der Niederlage der Protestanten in der Schlacht bei Mühlberg 1547 verkündete Kaiser Karl V. die Acht über Magdeburg. Die Stadt verweigerte die Unterwerfung und lehnte das vom Kaiser erlassene Religionsgesetz, das Interim, ab, das eine weitgehende Rückkehr zu katholischen Glaubensregeln verordnete.

Kampf um die Herrgotts Kanzlei

Magdeburg wurde zum Zufluchtsort lutherischer Glaubensflüchtlinge. Von hier aus verbreiteten sie ihre Schriften und machten die Stadt als „Herrgotts Kanzlei“ weit bekannt. Der Kaiser wollte den Widerstand der Magdeburger mit militärischen Mitteln brechen. Der blutige Kleinkrieg endete schließlich mit einer glimpflichen Kapitulation, die Magdeburg bei seinem evangelischen Glauben beließ.

Konfessionelle Festigung

Gegen den Widerstand der Theologen setzte die politische Führung Magdeburgs einen Interessenausgleich mit den Domherren durch. Die Einführung lutherischer Gottesdienste im Dom und der Übertritt des Erzbischofs zum evangelischen Bekenntnis stellten den Gleichklang der Altstadt Magdeburg mit dem Erzstift wieder her. 1577 beschlossen evangelische Theologen aus dem ganzen Reich im Kloster Berge vor den Toren der Stadt ein Einigungswerk, das auch den innerprotestantischen Streit schlichtete.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm und verschiedene museumspädagogische Angebote. weiterlesen

Hier erfahren Sie mehr über die Publikationen zur Ausstellung. weiterlesen

Eintrittspreise:
(gelten für den Besuch des Kulturhistorischen Museums und des Museums für Naturkunde)

Normal: 7 Euro
Ermäßigt: 5 Euro *
Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahre: 5 Euro
Kinder bis 5 Jahre: Eintritt frei
Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder in ihrer Begleitung): 15 Euro

Führungen durch die Sonderausstellung:
Schulklassen (nach Anmeldung): pro Person 3 Euro (inkl. Eintritt)
Gruppen (bis 25 Personen): 50 Euro (zzgl. ermäßigter Eintritt)
Öffentliche Führungen: pro Person 3 Euro (zzgl. regulärer Eintritt)

Weitere Preisauskünfte erhalten Sie während unserer geltenden Öffnungszeiten auch unter 0391-540 35 30.

* Ermäßigungsberechtigt gemäß Entgeltordnung sind: Gruppen ab 12 Personen, Schüler und Auszubildende bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, Studenten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, Schwerbehinderte (Ausweis), Sozialhilfeempfänger i.S.d. SGB II und SGB XII, Inhaber des Magdeburg Passes.

Hinweise

Das Mitführen von Tieren ist in den Museen nicht gestattet, ausgenommen Blindenhunde und andere ausgewiesene medizinische Begleithunde.

Speisen und Getränke dürfen im ausgewiesenen Cafebereich im unteren Foyer konsumiert werden.

Das Kulturhistorische Museum und das Museum für Naturkunde sind barrierefrei zugänglich und verfügen über ein behindertengerechtes WC.

zurück