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Von Zingg bis Zille

Von Zingg bis Zille
Deutsche Zeichnungen im 19. Jahrhundert

4. März 2016 – 22. Mai 2016

Friedrich  Wasmann "Portrait eines jungen Mannes"

Im 19. Jahrhundert wandelte sich die inhaltlichen Themen im Genre Zeichnung: idealisierte Landschaften, Portraits und religiöse Themen traten in den Hintergrund. Alltagsthemen, Dokumentarisches, Grotesken und Karikaturen rückten in den Fokus. Anhand von Zeichnungen und Aquarellen aus der Hand namhafter Künstler wie Adrian Zingg, Ludwig Richter, Friedrich Wasmann, Moritz von Schwind, Caspar Scheuren, Sascha Schneider und Heinrich Zille vollzieht diese Sonderausstellung den Wandel der Kunstauffassung im späten 18. und 19. Jahrhundert.

Im europäischen Kulturkreis entstand die Zeichnung als selbständiges Ausdruckmittel am Ende des Mittelalters. In ihrer historischen Entwicklung bildete sie das Fundament aller anderen Künste. Die Entwicklung der autonomen Zeichnung und eine zunehmende Sammelleidenschaft führten zu einer Aufwertung des Mediums. Seit dem 18. Jahrhundert ist ein Prozess in Gang gesetzt worden, der dazu führte, dass die Zeichnung als selbständige Kunstform zwischen den Gattungen ihren Platz einnahm.

Basierend auf den wissenschaftlichen Ergebnissen des neu erschienenen Bestandskataloges, wurde in der Ausstellung eine Auswahl von Aquarellen und Zeichnungen gezeigt. Dabei war das gesamte Spektrum der Zeichenkunst vertreten: von der Skizze über den Entwürf, zur Studie bis hin zur autonomen Zeichnung. Aus dem Sammlungsbestand von etwa 440 Zeichnungen des späten 18. und des 19. Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen Raum wurde eine Auswahl getroffen, die die besonderen Qualitäten, Schwerpunkte und den durch die Entstehung geprägten individuellen Charakter der Werke in den Mittelpunkt stellte.

Besonders bemerkenswert ist, dass im Rahmen dieser Ausstellung zwei Werke von Moritz von Schwind restauriert und im neuen Zustand präsentiert werden konnten.

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