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Die Verpflichtung des Sammelns und Bewahrens, die Aufgaben, Gegenstände zu katalogisieren und zu konservieren, um diese der Nachwelt zu erhalten, scheinen dem Museum eher eine statische Rolle zuzuschreiben. In der Entschlüsselung und Deutung der Objekte offenbart sich jedoch die Kraft, die Bewegtheit und die Energie, die der Museumsarbeit innewohnt. Im Sinne des Gründungsdirektors Theodor Volbehr (1862-1931), der Museen als „Volksbildungsstätten“ begriff, betonen wir heute das Erlebnis und geben der museumspädagogischen Vermittlung breiten Raum, wobei wir eine Atmosphäre schaffen wollen, die anregt, begeistert und interessiert, Kinder ebenso wie Erwachsene und jüngere wie ältere Besucher gleichermaßen. Führungen und Vorträge, Museumsfeste und Familiensonntage, Magazin- und Werkstattbesuche, Freizeit- und Ferienangebote für Kinder und Jugendliche, Vorträge, Unterricht im Museum, Veranstaltungsreihen für Senioren und nicht zuletzt auch das Projekt „Megedeborch“ auf einem der Innenhöfe gestalten das Museum im Ensemble der Magdeburger Museen zum Erlebnisraum und zu einem kulturellen Mittelpunkt in der Stadt und im Land Sachsen-Anhalt.

Zum 1200jährigen Stadtjubiläum hat das "Internationale Sachsensymposion 2005" in der Landeshauptstadt Magdeburg getagt. Anläßlich der schriftlichen Erwähnung Magdeburgs im Diedenhofener Kapitular von 805 wollte die Internationale Arbeitsgemeinschaft erstmals in seinem mehr als 50jährigen Bestehen ein Gebiet in den Vordergrund stellen, das sich unter der sächsischen Dynastie der Ottonen zur Kernlandschaft des Ostfränkischen Reiches entwickelte.
Durch die exponierte Lage an der Elbe ist Mitteldeutschland, insbesondere der Magdeburger Raum, eine Drehscheibe im Zusammenspiel unterschiedlicher Kulturen, deren Beziehungen im 1. Jahrtausend n. Chr. von West- und Osteuropa bis nach Skandinavien reichen. Das Thema des diesjährigen Symposions lautete daher „Das Miteinander, Nebeneinander und Gegeneinander von Kulturen. Zur Archäologie wechselseitiger Be-ziehungen im 1. Jahrtausend n. Chr“. Neben der Tagung fanden Exkursionen innerhalb des Stadtgebietes von Magdeburg sowie in das nördliche Harzvorland statt, womit den Teilnehmern aus In- und Ausland
die reiche Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts mit Boden-, Bau- und Kunstdenkmälern vorgestellt werden sollte.

 

 

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