Judenstern  

Judenstern (Davidstern)
nach 1941
Leinen


Im Juni 1933 lebten in Magdeburg 1973 Mitglieder
der jüdischen Glaubensgemeinschaft.
Nach der Machtübernahme Hitlers sahen sich die Magdeburger Juden zunehmenden Repressionen ausgesetzt. Durch völlige Berufsverbote und Boykott-maßnahmen verloren sie ihre wirtschaftliche Existenz.
Die 1935 verabschiedeten „Nürnberger Gesetze“ und viele weitere Verordnungen machten die jüdischen Mitbürger recht- und schutzlos. Bald wurde ihnen der Besuch von Kultureinrichtungen verboten und ihren Kindern der Unterricht an öffentlichen Schulen nach dem 15. November 1938 verwehrt. Ab 1939 mussten sie die zusätzlichen Vornamen „Sarah“ bzw. „Israel“ tragen und Unterkunft in so genannten Judenhäusern nehmen.
1942 setzten in Magdeburg die Deportationen in
die Vernichtungslager ein.
1947 zählte die Jüdische Gemeinde nur noch
83 Mitglieder.