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Stadtgeschichte

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Der Name der Sammlung ist auf den ersten Blick irreführend, denn nicht alle Gegenstände, die die Geschichte der Stadt dokumentieren, befinden sich in dieser Sammlung. Museumsobjekte zur Historie des Ortes und der näheren Umgebung, die sich nicht in Spezialsammlungen des Hauses, wie Kunsthandwerk, Münzen und Medaillen, Militaria oder auch Möbel, einordnen lassen, werden in die Sammlung "Stadtgeschichte" eingereiht.

Neben Aktenmaterialien sind Fotos und Stadtansichten zu nennen. Gegenstände zur Lebensweise sind ebenso Teil der Sammlung wie Textilien und Spielzeug.

Die Grundlage dazu wurde bereits im 19. Jahrhundert gelegt. Schon der 1836 gegründete Kunstverein Magdeburg sammelte Gegenstände Magdeburger Provenienz. Diese blieben jedoch im Depot des Vereins. Erst nach der Eröffnung des Kaiser Friedrich Museums im Jahr 1906 gab es eine Präsentation dieser Objekte zur Stadtgeschichte. Wertvolle Urkunden, Dokumente und Handschriften von Otto I. über Otto von Guericke bis zu bedeutenden Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts gaben dem Ausstellungsraum seine Bezeichnung „Magdeburger Saal“. Neben dem Schriftgut wurden Originale oder auch Nachbildungen von wichtigen Stücken der Historie der Stadt, wie das Grab des Erzbischofs Ernst oder der Nachguss der „Trauernden Magdeburg“ des Wormser Lutherdenkmals, aufgestellt.

Der Aufbau eines eigenen stadtgeschichtlichen Museums konnte erst Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts verwirklicht werden. Mit Unterstützung der Stadtbehörden wurden die ersten Schritte dafür mit einer Ausstellung im Gebäude der Baugewerkschule in der Brandenburger Straße unternommen. In dieser Exposition waren auch einige Leihgaben des Kaiser Friedrich Museums zu sehen, unter anderem die 1831 von der Stadt in Auftrag gegebenen Bilder von Carl Hasenpflug (1803-1958).

Die Kriegsvorbereitungen und der 2. Weltkrieg unterbrachen den weiteren Ausbau eines stadtgeschichtlichen Museums. Die Gegenstände aus der Brandenburger Straße wurden mit den Objekten der anderen Museen ausgelagert, dennoch ging der größte Teil der Sammlung verloren. Nach 1945 übernahm das teilzerstörte Kaiser Friedrich Museum die Sammlungsreste aller Museen Magdeburgs und begann ein weiteres Mal mit dem Wiederaufbau von Sammlungen. Die durch den Krieg gerissenen Lücken konnten jedoch bisher nicht geschlossen werden.

Heute verfügt die stadtgeschichtliche Sammlung über ca. 10 000 Objekte. Neben Archivalien und Dokumenten sind eine große Anzahl von Stücken zur Lebensweise in Magdeburg vorhanden.

 
Lumpenpuppe
Abstammungsbescheid
Judenstern
Pokal
Zeitung
Spielfigur
 

 

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