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Teil eines Figurenstreifen
mit Szenen aus der Parsival-Sage Magdeburg, Mitte 13. Jahrhundert Magdeburg, Schwibbogen Zinn, ursprünglich vergoldet Der als Turnierkrone gedeutete Zinnfigurenstreifen zeigt Darstellungen, die sich mit Szenen aus der Parsival-Sage in Verbindung bringen lassen: den Turniersieg Gahmurets, seine Verbindung mit Herzeloide und seinen Tod. Das Turnier entwickelte sich im Laufe des Hochmittelalters vom militärischen Manöver zu einem ritterlich-höfischen Gesellschaftsspiel. Die gestiegene Bedeutung der ritterlichen „Minne“, einer besonderen Form von Liebesbezeugung, wird auf dem Zinnfigurenstreifen durch die Auswahl der Darstellungen deutlich. Brun von Schönebeck organisierte im Jahre 1279 ein Turnier in Magdeburg. In Nachahmung der adligen höfischen Kultur kämpften dabei Patriziersöhne sächsischer Städte gegeneinander. Da Brun von Schönebeck ein Schüler des Parzival-Autoren Wolfram von Eschenbach war, könnte ein Zusammenhang zwischen der Turnierkrone und dem überlieferten historischen Ereignis bestehen. |
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