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Löwen-Aquamanile Magdeburg, 2. Hälfte 12. Jahrhundert Magdeburg, Stephansbrücke Bronze, gegossen und ziseliert Aquamanilien dienten als Gießgefäße insbesondere innerhalb der Liturgie zur Handwaschung des Priesters während der Messe. Sie wurden aber auch im profanen Bereich verwendet. Dieser ortsfest verbliebene Gießlöwe zeugt von der bedeutenden Bronzegußtätigkeit im Magdeburg des 12. Jahrhunderts. Untersuchungen erbrachten nämlich im gesamten Gebiet der Altstadt Gießtiegel, Bronzeabfälle und Schlackenreste als Hinweise für die Verarbeitung von Bronze. Darüber hinaus bestand in Magdeburg eine Werkstatt, in der große bildnerische Werke geschaffen wurden: die Grabplatten der Erzbischöfe Friedrich von Wettin (gest. 1152) und Wichmann von Seeburg (gest. 1192) im Magdeburger Dom sowie die Bronzetür an der Sophienkathedrale in Novgorod (Rußland). Ihre vollendete Meisterschaft weist ihr einen hervorragenden Platz in der Bronzekunst der romanischen Zeit zu. |
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