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Mittelalter
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Die Stadt Magdeburg gehörte zu den mittelalterlichen
Metropolen des Heiligen Römischen Reiches. Erstmals erwähnt
wird der Name als bedeutender Grenzhandelsort an der Ostgrenze des Fränkischen
Reiches im Diedenhofener Kapitular Kaiser Karls des Großen von 805.
Der Ortsname ist altsächsischen Ursprungs und bedeutet „Große
Burg“.
Enormen Aufschwung brachte für Magdeburg die Zeit Kaiser Ottos des
Großen, der 968 die Erhebung Magdeburgs zum Erzbistum mit den Suffraganbistümern
Merseburg, Havelberg, Brandenburg und Zeitz durchsetzte.
Die hochmittelalterliche Entwicklung Magdeburgs war auch von wichtigen
Persönlichkeiten im erzbischöflichen Amt beeinflußt. Für
diese steht der
hl. Norbert von Xanten, der Gründer des Prämonstratenserordens,
und Wichmann von Seeburg, der mit seinem Privileg von 1188 die Herausbildung
des Magdeburger Rechts als Vorbild für Hunderte von neuen Städten
in Ost- und Südosteuropa beförderte.
Nach außen einte das Erzbistum ein mittelgroßes Territorium;
nach innen kam es seit der Mitte des 13. Jahrhunderts zu dem typischen
Dualismus zwischen Stadtherrn und städtischer Bürgerschaft.
Diese erlangte großen Einfluß auf die Verwaltung mit Hilfe
des sich seit 1238/44 etablierenden Rates. Dennoch konnte sich im 15.
Jahrhundert der Erzbischof endgültig durchsetzen.
Das Wirtschaftsleben Magdeburgs im Mittelalter war durch Kaufleute und
Handwerker geprägt: Getreide, Schuhwerk, Schmuck und Tuche waren
die wichtigen Fernhandelsprodukte; einmal jährlich fand mit der sog.
Herrenmesse ein überregional besuchter Markt auf dem Domplatz statt.
Magdeburg war eine bedeutende Hansestadt.
Die Sammlung Mittelalter dokumentiert die oben kurz skizzierte Geschichte
Magdeburgs durch eine besonders große Vielfalt an Originalobjekten.
Als Ergebnis der systematischen Stadtkerngrabungen
sind Gegenstände unterschiedlichster Gattungen in den Sammlungsbestand
gelangt: Keramiken, Gläser, Lederwaren sowie Objekte aus Holz, Knochen
und Bronze künden vom Alltag in der mittelalterlichen Stadt. Herausragende
Einzelfunde veranschaulichen die hohe gesellschaftliche Stellung ihrer
Oberschichten. |
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