Wallbuechse  

Schwere Wallbüchse
Um 1600; Suhl
Eisen Holz; L 2000,4 cm, Kal. 26,2 mm
Magdeburg, Kulturhistorisches Museum, Mil 136

Wallbüchsen gehörten zu den typischen Feuerwaffen des Festungskrieges im 16. und
17. Jahrhundert. Wegen ihres Gewichts wurden sie aufgebockt oder direkt auf der Brustwehr aufgelegt, und ein fest angebrachter Haken am Schaft diente zum Abfangen des Rückstoßes. Die hier gezeigte Waffe ist im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut worden - das ursprüngliche Luntenschloß ersetzte wohl in der Mitte des
18. Jahrhunderts ein Steinschloß- Zündmechanismus und im 19. Jahrhundert wurde auf Perkussion, die Zündung durch Stoßschlag des Hahnes, umgerüstet.