Hellebarde
2. Hälfte 16. Jh.
Eisen, Holz; L 246 cm
Magdeburg, Kulturhistorisches Museum, Mil 573
Die Hellebarde, mittelalterlich Helmbarte, kann sowohl als Stoß-
wie auch als Hiebwaffe eingesetzt werden. Während die Stoßklinge
geeignet ist, Rüstungen zu durchstechen,
dient das scharfe Beil zum Durchschlagen von Helm und Harnisch des Feindes.
Dem Beil gegenüber befindet sich ein gekrümmter Haken, um den
gegnerischen Reiter vom Pferd zu reißen. Hellebarden gehörten
zur Bewaffnung der Fußtruppen im Mittelalter und wurden in der Frühen
Neuzeit allmählich durch Pieken und Langspieße ersetzt. Wegen
ihrer Leichtigkeit behielten Hellebarden jedoch auch im 17. Jahrhundert
noch ihre Bedeutung für die städtische Verteidigung sowie als
Waffe der Unteroffiziere.
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