Handgranate  

Handgranate
17. Jh.; Deutschland
Stahlkugel, gegossen; Dm 7,5 cm
Magdeburg, Kulturhistorisches Museum, Mil 1326

Die hohlgegossene Handgranate wurde als Bodenfund bei Straßenarbeiten nahe des Kulturhistorischen Museums im Juli 2001 geborgen. Im 17. Jahrhundert befand sich hier
das Heydeck, jenes Festungsbollwerk, das die Magdeburger am 10. Mai 1631 immer noch hartnäckig gegen die von Wolfgang von Mansfeld angeführten kaiserlichen Eroberer verteidigten,
als die Stadt längst in Flammen stand. Die Handgranate könnte in Zusammenhang mit diesen Kampfhandlungen stehen. Das harte, spröde Gußmaterial zerlegte sich bei der Explosion in viele Fragmente mit hoher Durchschlagskraft und war geeignet, zahlreiche schwere und tödliche Verletzungen zu verursachen.