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Magdeburg
widerspiegelt in besonderer Weise die Brüche
und Neuanfänge in der europäischen Kultur- und Herrschaftsgeschichte.
Der Bogen spannt sich von der karolingischen Grenzfestung bis zur heutigen
Landeshaupt-stadt, die nach dem Verlust der alten Industrien eine neue
Identität sucht.
Magdeburg war kaiserliche Metropole in der Mitte Europas zur Zeit Ottos
des Großen. Von der Bischofsstadt an der Elbe verbreitete sich das
Magdeburger Recht.
Die Zerstörung der protestantischen Hochburg wurde zum Symbol für
die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges. Und nach dem barocken
Wiederaufbau zur preußischen Festungsstadt folgten weitere Metamorphosen,
verbunden mit der stürmischen Industrialisierung seit der Entfestung
Ende des 19. Jahrhunderts. Besonderes Augenmerk gilt der Zeitgeschichte
des 20. Jahrhunderts, zum Beispiel dem „Neuen Bauen“ in den
Zwanziger Jahren, dem Weg in die Zerstörung vom 16. Januar 1945,
aber auch dem Wiederaufbau nach den Vorgaben der SED-Diktatur,
der friedlichen Revolution im Herbst 1989 und der heutigen Rolle als Landeshauptstadt.
Die im Jubiläumsjahr Magdeburgs 2005 erfolgreiche Ausstellung "Magdeburg
1200" wurde ergänzt durch weitere Kunstwerke und Zeit-zeugnisse
aus den eigenen Sammlungen und als neue stadtgeschichtliche Ausstellung
„Magdeburg – Von den Anfängen bis heute“
bis Mai 2006 gezeigt.
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