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Die
Ausstellung "Magdeburg - Kurzgeschichte der Stadt" im großen
Saal des Erdgeschosses schlägt trotz der räumlichen Begrenzung
einen weiten Bogen über zwölf Kapitel. Beginnend mit der Zeit
vor den Karolingern (6.-8. Jh.), deren Nachweis bislang mit nur wenigen
archäologischen Funden gelang, führt der Weg durch die Geschichte
vom ottonischen Herrschaftszentrum zur Hansestadt des Hohen und Späten
Mittelalters.
Zu sehen sind zum Teil einmalige Fundstücke Magdeburger Provenienz
wie das Löwen-Aquamanile (2.H.12.Jh.) und der ursprünglich vergoldete
Zinn-Figurenstreifen mit Szenen aus der Parsival-Sage (Mitte 13. Jh.),
deren Gestaltung mit dem Namen Brun von Schönebeck, einem Schüler
Wolfram von Eschenbachs, verbunden wird. Von Höhen und Tiefen der
Geschichte berichten die Kapitel über das "Bollwerk der norddeutschen
Reformation" bis zur "Magdeburger Hochzeit" im Dreißigjährigen
Krieg und von der Franzosenzeit bis zur preußischen Festungsstadt
und die Zeit der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert.
Einige wenige Objekte – darunter Arbeiten von Albin Müller
(1871-1941) – erinnern im Zusammenhang mit der Deutschen Theaterausstellung
1927 im Rotehornpark an die Stadt in der Weimarer Republik, als Magdeburg
unter dem Oberbürgermeister Beims zu einem wirtschaftlichen, politischen
und kulturellen Zentrum Mitteldeutschlands ausgebaut werden sollte. Die
abschließenden Kapitel X – VII behandeln die Ereignisse ab
1933 bis zum Ende des Jahrhunderts und schließen mit der Einheit
Deutschlands.
Drei Stadtmodelle vermitteln dem Besucher eine Vorstellung von der spätmittelalterlichen
Stadt um 1600 und nach dem Luftangriff vom 16. Januar 1945, dem Tag, an
dem die Innenstadt Magdeburgs zum zweiten Mal nach der Eroberung am 10./20.
Mai 1631 im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig zerstört
wurde.
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