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Grafik
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Im ersten Katalog des 1894 gegründeten Kupferstichkabinetts
sind noch Handzeichnungen, Aquarelle und Druckgraphiken in einem Inventarband
zusammengefasst.
Neben etlichen Holzschnitten von Albrecht Dürer (1471-1528), vielen
Kupferstichen deutscher Kleinmeister der Reformationszeit sind darin beispielsweise
aus dem 18. Jahrhundert Jagdszenen von Johann Elias Ridinger (1698-1767),
Alfred Rethels (1816-1859) „Ein Todtentanz“, 1848 (ein Blatt
aus sechs Bildern bestehend), oder Moritz von Schwinds (1804-1871) Zeichnungen
zum Märchen „Die sieben Raben“, 1857/58, enthalten.
Nach der Gründung des Kaiser Friedrich Museums im Jahre
1906 begann durch den damaligen Direktor Theodor Volbehr eine rege Ankaufspolitik,
u. a. beauftragte er den Berliner Kunsthistoriker Wilhelm von Bode mit
Graphik-Ankäufen.
Durch die sogenannte Säuberungsaktion von „entarteter Kunst“
während der Nazizeit kam es zur einschneidenden Dezimierung der Kunstsammlung,
die infolge des 2. Weltkrieges weitere katastrophale Verluste erlitt.
Intensive Neuerwerbungen ab 1945 führten im Graphischen Kabinett
zum gegenwärtigen Bestand von ca. 4.500 Handzeichnungen, mehr als
30.000 Druckgraphiken sowie ca. 10.000 Exlibris.
Schwerpunkte bilden in der Sammlung Handzeichnungen/Aquarelle europäischer
Künstler des 19. Jahrhunderts.
Kostbarkeiten sind beispielsweise vier frühe Kaltnadelradierungen
von Pablo Picasso (1881-1973) aus seiner ersten Folge „Les saltimbanques“,
1905 (Salome, Der Tanz, Die zwei Gaukler, Brustbild eines Mannes).
Neben Blättern von nationaler Bedeutung aus dem ersten Drittel des
20. Jahrhunderts sind sowohl graphische Arbeiten von Lehrern und Schülern
der Magdeburger Kunstgewerbeschule (1793-1963) als auch Werke von Künstlern
aus der Region vorhanden.
Mehrere Mappenwerke Serigraphien von Walter Dexel (1890-1973) bilden den
erfreulichsten Neuzugang im Jahr 2002. |
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