Das germanische Fürstengrab
von Gommern.
Gold für die Ewigkeit

Ausstellung
im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

02. April bis 27. Juni 2004

 

Im Jahre 1990 entdeckten ehrenamtliche Bodendenkmal-pfleger aus Magdeburg eine merkwürdige Ansammlung großer Steine auf dem Gerstenberg bei Gommern.
Dank ihrer Aufmerksamkeit sicherte das Landesamt für Archäologie, Halle, dort eines der reichsten und besterhaltenen Gräber Germaniens aus der Römischen Kaiserzeit. Die umfangreichen, fast zehn Jahre laufenden Restaurierungsarbeiten konnten nicht nur einmalige Funde aus Gold und Silber dieser Zeit, sondern auch aus Holz,
Leder und Stoff freilegen, konservieren und rekonstruieren.

Ein Prunkschild, silberne Pfeilspitzen und Reitersporen, goldener Ringschmuck, Geschirr aus Silber, Bronze, Glas und Holz - die wertvollen Beigaben spiegeln das Lebensbild eines Germanen wider, der um 300 n. Chr. zur oberen Gesellschaftsschicht gehörte und seine Verbindungen genauso zum Römischen Imperium wie nach Skandinavien pflegte.

Zuletzt in Berlin, Bonn und Kopenhagen ausgestellt, wurde
das Fürstengrab von Gommern nach mehr als vier Jahren erstmals wieder in Sachsen-Anhalt präsentiert.