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Im Frühjahr 2009 konnte das Museum
die umfassende Neugestaltung des Graphischen
Kabinetts abschließen und präsentierte
das Ergebnis nicht nur in öffentlichen Führungen und Veranstaltungen,
sondern auch in einer Ausstellung, die den ausgezeichneten Bestand der
Sammlung zur Freude vieler Besucher wieder sichtbar werden ließ.
Die aktuelle Ausstellung ermöglicht
einen Überblick über wichtige Bestandteile
der graphischen Sammlung,
die hier zum Thema „Landschaftsdarstellungen des 19. Jahrhunderts“
zusammengefasst wurden. Im Titel „Idylle und Wildnis“ manifestiert
sich ein Wechsel der bis dahin gültigen Kunstauffassungen.
Zahlreiche Denker und Philosophen – darunter Rousseau und Goethe
– äußerten sich seit dem 18. Jahrhundert in ihren Schriften
zur Natur
und insbesondere zum Verhältnis des Menschen zur Natur. In der Folge
wiesen die Künstler
der Romantik der Landschaftsmalerei eine neue Funktion und neue Aufgaben
zu.
Sollte diese bisher „ergötzlich“, vor allem aber „deskriptiv“
sein, so wandelte sich
der Anspruch am Ende des 18. und im Laufe
des 19. Jahrhunderts erheblich. Inhalt und Bedeutung der Landschaftsbilder
erklären sich jetzt meist nur vor dem Hintergrund
der aufkommenden moralischen, theologischen und philosophischen Theorien
und spiegeln bald auch ein starkes Bedürfnis nach einem einheitlichen
deutschen parlamentarisch-republikanischen Staat.
In dieser Ausstellung wurden Zeichnungen
und Aquarelle namhafter, vor allem deutscher Künstler aus der Zeit
der Romantik vorgestellt.
In der Sammlung sind besonders zahlreich Meister aus der Dresdner Schule
vertreten. Genannt seien hier Caspar David Friedrich, Johann Christian
Klengel, Ferdinand Oehme, Ludwig Richter und Adrian Zingg. Zu sehen sind
außerdem Arbeiten von Karl Blechen, Andreas Achenbach, Friedrich
Voltz oder Joseph Höger aus den Kunstzentren Berlin, Düsseldorf,
München und Wien.
Landschaftszeichnungen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
gaben einen Ausblick auf die spätere Entwicklung. Werke europäischer
Künstler ergänzten die Exposition.
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